Der geistliche Impuls



Christliches Leben ist nicht denkbar ohne von den Erfahrungen dieses Lebens zu erzählen. Denn Erfahrungen im geistlichen Leben macht niemand nur für sich selbst.

In unregelmäßigen Abständen möchte ich darum hier Ideen und Impulse, Erfahrungen und Anregungen weitergeben für jeden, der auf der Suche ist nach einem lebendigen Glauben im Alltag, nach intensivem geistlichen Leben.



13.10.2013:

Neue Serie

Liebe Besucher meiner Website,

mit einem lieben Gruß an alle, die trotz der langen Pause immer noch schauen, was es hier zu lesen gibt.

Ab heute läuft eine Serie von mir auf gott.net: Serafina, die kleine Einsiedlerin. 

Bitte die Wochenausgabe anklicken und dann ist rechts oben ein Button. 

Viel Freude beim Lesen!

Hier bleibt es ruhig, da die (Geld einbringende) Arbeit weiterhin viel zu viel Raum einnehmen muss. 

Segen in Fülle für Euch mit

Pax et Bonum

Maria Anna

 




25.12.2012:

Ein frohes, weil gesegnetes Fest!

Liebe Besucher meiner Website,

zwei ruhige und erholsame Wochen liegen nun schon hinter mir und ich spüre sehr deutlich, wie notwendig es war und wie gut es mir schon wieder geht. Langsam lädt sich der Akku wieder auf.

Gerade Weihnachten ist ein Fest, das uns auch darauf aufmerksam machen will, dass wir nicht alles selbst können und können müssen, sondern uns beschenken lassen dürfen. 

Gott wird Mensch, wird ein kleines Kind. Eine Botschaft, über die es sich lohnt, lange und ruhig nachzudenken. 

Euch allen ein frohes, weil gesegnetes Fest der Menschwerdung Gottes!

 

Pax et Bonum

Maria Anna

 

 

 

 




27.11.2012:

Winterschlaf

Liebe Besucher,

ein sehr anstrengendes Jahr liegt hinter mir mit nicht wenig Querschüssen und Stolpersteinen. Das Jahr geht zu Ende und meine Kraft auch. Darum ist hier auf dieser Site überall jetzt eine lange Pause, weil ich komplett auf Erholungsmodus schalte.

Ich wünsche allen einen gesegneten Advent. Melde mich kurz zum Fest einmal und hoffe dann auf neue, frische und geistlich fruchtbare Implse im neuen Jahr.

Pax et Bonum

Maria Anna

 

 

 




25.07.2012:

Garten, Ziegen, Sommer und so

Im Garten bleibt die Zeit stehen, obwohl die Arbeit einen antreibt, ja schnell alles zu ernten bevor es - wie bis vor kurzem - verschimmelt oder verfault oder - wie jetzt - total übereif ist oder vertrocknet. Und trotzdem ist es ein Wetter, das ich genießen kann. Für die meisten ist der Sommer ja eine Zeit des Urlaubs. Am Strand liegen, irgendwas leckeres, kaltes trinken, chillen (kann mich an dieses Wort nicht so recht gewöhnen) und nichts tun. Für mich ist es immer ein Fulltime-Job. Aber ein sehr geliebter. Ob der Winter gut wird und erholsam hängt nicht zuletzt davon ab, ob ich jetzt genügend Vorräte einmachen kann und dann, wenn das erledigt ist, muss ich schleunigst dafür sorgen, dass mein Holz unter Dach und Fach kommt. Ich friere nicht mehr so gern.

Die Zwergziegen allerdings lassen alles sehr langsam angehen. Frieda ist es meistens viel zu heiß. Sie wird erst am Abend munter oder nutzt den frühen Morgen. Milly macht einen auf dolce vita: vor meiner Nase liegt sie gerade in einer Mulde auf der Weide und döst genüsslich. Neidisch könnte man werden. Am Abend gibt es dann meist ein großes Toben und Rennen. Mittlerweile springt Milly nicht nur auf Kommando auf meinen Rücken, sondern auch, wenn ich mich etwas geschickt drehe, in meine Arme. Machen schon echt viel Freude die vier Damen!

Ferien und Urlaub sind nicht unsere Erfindung. Viele Völker und Nationen vor uns wussten, dass man es ab und zu langsam angehen lassen muss, um leben zu können. Für mich bedeutet das nicht drei Wochen Urlaub irgendwo und dann wieder Stress und Hektik. Sondern an jedem Tag versuchen Zeit für etwas Pause, etwas Muße zu lassen. Es tut dem Menschen  nicht gut, wenn er seine Tage nicht in Harmonie verbringt. 

Das wünsche ich allen, auch und besonders den Besuchern meiner Seite hier!

Segen Euch und Zeit für Muße!

Pax et Bonum

Maria Anna

 




31.05.2012:

Der Kampf mit dem Grashalm

Ein herrlicher letzter Mairegen tränkt gerade den Boden und füllt die Regentonnen wieder auf. Sanft und stetig rauscht es runter und die Zwergziegen liegen gemütlich dösend im Stall. Alle nebeneinander. Es ist kühl geworden, aber das tut den Pflanzen und den Tieren ganz gut. Milly versucht alles, was man nur ausprobieren kann. Manchmal klappt es, so zum Beispiel sich ausgiebig von mir kraulen zu lassen ohne Angst. Für beide Teile eine schöne Erfahrung! Und manchmal klappt es nicht: So ein Grashalm ist ja richtig zäh. Wenn ich sehe wie sie kaut und daran zieht und doch nach einer Weile den angelüllten und zermatschten Halm stehen lässt, muss ich schmunzeln – und mir fällt da sofort eine Parallele ein. Wie oft versuchen wir Dinge, die neu sind und sie klappen nicht. Beruflich oder privat, im Freundeskreis oder in einer Boutique. Ich erinnere mich manchmal noch daran, wie ich vor ganz ganz ganz langer Zeit mit meiner Mutter ein neues Abendkleid kaufen wollte. Es sollte nicht so teuer sein, also ging es in ein Kaufhaus (welches, weiß ich leider nicht mehr, ist schon mindestens huch 35 Jahre her).
Wir fanden ein etwas außergewöhnliches Ding mit einem Oberteil, das aus Bändern bestand. Schwierig anzuziehen, aber wir dachten, wir probieren es mal. Zum Schluss saßen meine Mutter und ich in der Umkleidekabine auf dem Boden und hatten einen veritablen Lachanfall. Es ist uns trotz vereinter Anstrengung nicht gelungen, das Oberteil so zu positionieren, dass ich ohne Skandal damit in der Öffentlichkeit hätte erscheinen können. Wir haben dann anders entschieden; das alte Kleid tat es noch eine Ballsaison.
Im Evangelium vom Tag wird auch eine Situation berichtet, bei der jemand etwas neues ausprobierte. Nicht so profan und Konsum orientiert wie der Kauf eines neuen Kleides. Eher existenziell. (nachzulesen bei Markus, 10, 46 f)
Bartimäus, ein blinder Bettler aus Jericho, sitzt an einer Straßenecke und hofft auf Almosen. Das gab es damals also auch schon und wahrscheinlich noch wesentlich häufiger als heute. Bettler hören den ganzen Tag über viel Geschwätz, viele Informationen nehmen sie sozusagen unbemerkt auf, denn wer denkt schon daran, dass ein Bettler zuhört, wenn er den neuesten Klatsch erzählt. Also hatte Bartimäus auch viel über Jesus gehört. Und nun kommt dieser Rabbi aus Nazareth in seine Straße. Bartimäus fängt an, laut zu rufen, Jesus, höre mich, hilf mir. Ungewöhnlich, denn Menschen am Rande sind eher scheu oder auch aggressiv. Schlechte Erfahrungen prägen sie in der Regel sehr stark und lassen sie entweder scheu und ängstlich oder wütend und aggressiv werden. Bartimäus aber nimmt alle Mut zusammen und schreit nach Jesus, obwohl die Leute sofort ärgerlich ihn zum Schweigen bringen wollen. Das Ende, oder besser: der Anfang vom neuen Leben aber beginnt für den Bettler, als Jesus ihn hört, ihn zu sich ruft und ihn fragt: Was willst du, was soll ich dir tun?
Ein Beispiel? Rufe ich nach Jesus auch und glaube, dass er mich hört und mir die gleiche Frage stellt wie dem Blinden?
Manchmal muss man einfach mutig sein und etwas Neues versuchen. Vielleicht klappt es nicht; auch wir haben manchmal Grashalme, die sich partout nicht zerkauen und schlucken lassen. Aber manchmal klappt es doch und wir können Nähe, auch die Nähe Gottes zulassen ohne Angst und im Vertrauen wachsen und neue Wege finden.
In diesem Sinne noch eine schöne Woche!

Pax et Bonum
Maria Anna


26.05.2012:

Alles neu

Jetzt wird es aber höchste Zeit, Milly vorzustellen. Vor acht Tagen, um 17.10 Uhr ist sie geboren. Ein wunderschönes rehbraunes Zwergziegenmädchen mit schwarzen Kniestrümpfen und zwei weißen Söckchen, einem Aalstrich und einer weißen Blesse auf der Stirn. Ich hatte noch gesagt: Schwarzes Mädchen warte, bis ich wieder da bin. Aber nein. Ich saß kaum im Zug, da fingen die Wehen an. Gott sei Dank, dass ich nicht da war. Ich hätte es vor Spannung wohl nicht ausgehalten. Aber sie ist quicklebendig, gesund und fit und süüüüüüüüüüß, so jedenfalls einige Besucher am Zaun.
Seit einer Woche beobachte ich sie, aber sie bleibt munter und gesund und ich bin sehr froh. Es ist immer wieder schön einem neuen Geschöpf (einer etwas größeren Tierart) bei der Erkundung der Welt zuzuschauen. Und Milly hat soviel Neugier und Mut, ich staune jeden Tag. Mit sechs Tagen ist sie schon in vollem Galopp von der alten Hundehütte gesprungen. Mir blieb ja fast das Herz stehen. Milly fand es wohl normal ... Oma Alice und Mama Schwarzes Mädchen betüdeln sie gut und auch Tante Frieda hat das neue Mitglied der Herde wohlwollend aufgenommen.
Für Milly ist alles neu. Jeder Balken im Stall wird beschnuppert, jeder Strohballen, jeder Findling und auch die Raufe werden auf ihre Möglichkeiten hin getestet. Kann man draufklettern oder nicht? Meist kann man. Und Milly klettert und springt und rutscht runter und purzelt durch das Stroh und steht wieder auf und versucht es erneut. Selbst Mama und Oma und Tante werden als Kletterfelsen angesehen, was Frieda allerdings sehr ungnädig stimmt. Ich glaube auch, dass sie ein bisschen eifersüchtig auf dieses quirlige und völlig unvoreingenommene Wesen ist.
Alles neu macht nicht nur der Mai, sondern auch das Pfingstfest. Heute mit der ersten Vesper beginnt der Schlusspunkt der Osterzeit (ja, ja, Ostern dauert bis morgen, in Deutschland sogar bis Montag!!), und ich neige seit ein paar Tagen dazu, meine Beobachtungen mit Milly mit den Auswirkungen des Pfingstfestes zu vergleichen. Das Evangelium vom Pfingstsonntag erzählt, wie die Jünger sich an ihrem Versammlungsort verbarrikadieren aus Furcht. Sie machen dicht und sitzen sozusagen im Dunkeln. Plötzlich kommt Jesus hinzu, gibt ihnen den Auftrag, seine Botschaft in die Welt hinauszutragen und er haucht sie an. Dieses Anhauchen ist ein sehr altes Zeichen für eine Form der Übertragung von Leben. Schon bei der Erschaffung der Welt wird als Bild für das lebendig Machen der Atem durch die Nase eingeblasen. Nachzulesen im Buch Genesis 2, Vers 7.
Das Anhauchen der Jünger durch Jesus ist ein Zeichen, dass etwas bewirkt. Also nicht nur ein lapidarer Hinweis, sondern hier wird das Zeichen zum vergegenwärtigendem Ausdruck dessen, was gerade in diesem Moment geschieht: Der Geist der Liebe, der Jesus mit dem Vater auf das innigste verbindet, wird den Jüngern geschenkt, wird in sie hineingesenkt. Und damit wird alles anders, damit wird alles neu. Beschenkt mit dieser Kraft kann sich der Blick verändern, das Herz weit werden und Neues kann wachsen, ja wird vielleicht zum ersten Mal überhaupt wahrgenommen. Die Auswirkung dieser doch eigentlich recht intimen Szene Jesu mit seinen engsten Vertrauten können in der Apostelgeschichte nachgelesen werden, aus der auch die erste Lesung am Pfingstsonntag genommen wird (Apostelgeschichte 2, 1ff). Und für die Jünger und Jüngerinnen beginnt dann auch etwas, dass mit Millys neugierigem Ausprobieren und Entdecken vieles gemeinsam hat.
Das lässt in mir bei meinen staunenden Beobachtungen doch etwas Hoffnung wachsen, dass der Heilige Geist, der ja schließlich jedem Christen – egal welcher Konfession!! – auch jetzt in den verschiedenen Krisen und Schwierigkeiten uns den Blick öffnet, in uns Mut und Neugier weckt auf die Zukunft und das neue Kirchenkleid, auf neue Wege, neue Möglichkeiten. Sicher werden wir auch ab und zu vor eine Wand laufen oder irgendwo runterpurzeln. Aber ich glaube, dass auch wir neu entdecken können, wie sehr diese Welt trotz all ihrer chaotischen Phasen letztendlich in Gottes Hand geborgen ist und dass alle auf ihr, wirklich alle geliebt und gewollt sind von Gott und zu ihm kommen dürfen.
In diesem Sinne Euch ein gesegnetes und froh machendes, Neugier und Mut weckendes Pfingstfest!

Pax et Bonum
Maria Anna


17.05.2012:

Christi Himmelfahrt und Kohelet

En schöner Tag heute und sicher für viele ein fröhlicher Tag mit Freunden und gemütlicher Wanderschaft.
Wir feiern Christi Himmelfahrt, also das endgültige Zurückkehren von Jesus Christus zu Gott, seinem Vater. Das ist für uns (und ich hoffe, für alle Menschen) eine große Hoffnung. Es geht nach diesem Leben weiter.
Aber manchmal ist das so eine Sache mit der Freude und der Hoffnung. Gestern hat Alice ein totes Zicklein geboren. Schmallenberg-Virus, das Virus, das seit dem letzten Sommer viele Schafe und Ziegen infiziert hat und zu Missbildungen und Früh- oder Totgeburten führt. Nun hat es auch meine schönste Ziege erwischt. Gestern waren wir alle traurig. Heute geht es ihr wieder besser, Gott sei Dank. Nun hoffe ich sehr, dass Schwarzes Mädchen nicht das gleiche bevorsteht.
Auch eine Hoffnung, die aber eingebettet ist in das Wissen um die Bandbreite des Lebens. Sterben gehört dazu.
Im Buch Kohelet steht: Alles hat seine Stunde ... eine Zeit zum Gebären und eine Zeit zum Sterben, ... eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen. (Kohelet 3)
In diesem Sinne: Gesegnete Zeit.

Pax et Bonum
Maria Anna


14.05.2012:

Wichtig!!

Liebe Besucher meiner Website,
gestern habe ich bei wir-sind-die-urheber unterschrieben, eine wichtige Aktion – ins Leben gerufen von bedeutenden KünstlerInnen und SchriftstellerInnen in Deutschland -, mit der sich gegen den Diebstahl geistigen Eigentums im Internet gewehrt wird. Auch ich sehe nicht ein, dass ich für meine Arbeit kein Geld mehr bekommen soll. Das wäre ähnlich wie der Bäcker, der seine Brötchen verschenkt oder die Autofabrik, welche die Wagen kostenlos abgibt.
Auf der Seite der Aktion stand eine deutliche Warnung, dass es "Kriminelle" gäbe, die jeden der Unterzeichner hacken würden.
Mein Webmaster ist informiert und nun auch ihr, die Besucher. Falls es also in der nächsten Zeit hier plötzlich komisch wird oder schwarz auf der Seite oder ähnliche Unregelmäßigkeiten, hat der Hackerversuch geklappt.
Das dazu.

Ansonsten bereite ich mich auf den Katholikentag vor; es läuft am Samstag eine kleine Veranstaltung mit mir und so ganz ohne Vorbereitung sollte ich vielleicht nicht hinfahren.
Nachwuchs ist immer noch nicht da. Aber eine große Überraschung war diesbezüglich in der vergangenen Woche. Alice ist immer noch schlank, es tat sich absolut nichts, sie ist definitiv nicht trächtig. Meine Vermutungen waren wohl Wunschvorstellungen. Also saß ich etwas betrübt im Stall neulich morgens beim Füttern, schaute Schwarzes Mädchen beim Fressen zu und strich ihr über den Bauch. Da trat jemand von innen gegen meine Hand – WOW, Glücksgefühl pur und die Sicherheit: die ist trächtig. Jetzt hoffe ich sehnlichst, dass es nicht kommt, wenn ich weg bin. Freunde wohnen zwar in der Zeit hier und passen auf, aber das würde ich echt nicht gern verpassen.

Eigentlich wollte ich ja weiter zum Thema Konflikt schreiben, aber irgendwie kriege ich die Kurve nicht. Vielleicht, weil es momentan draußen so schön ist und der Garten wie immer viel Freude macht, auch wenn der verflixte Giersch sich ausbreitet wie die Pest. Naja, auch ein Konflikt: Nehme ich tatsächlich die chemische Keule und halte ihn so von den kostbaren Beeten ab – schließlich lebe ich im Winter zu einem großen Teil von meinem eingemachten Gemüse und Obst - oder versuche ich alles per Hand freizuhalten, was fast nicht zu schaffen ist.

Ich werde sehen. Euch erst einmal eine gute und gesegnete Woche mit einem schönen Fest darin: Christi Himmelfahrt. Und, wer hinfährt: einen fröhlichen und geistlich fruchtbaren Katholikentag in Mannheim!

Pax et Bonum
Maria Anna


03.05.2012:

Asketische Lebensweise ändern

Letzten Sonntag, also da habe ich mal ausnahmsweise!!! so ein Sonntagsblättchen mitgenommen, als ich mir ein paar Sonntagsbrötchen geleistet habe.
Und weil ich ein neugieriger Mensch bin und gerne lache, las ich auch das Horoskop. Mir ist fast der Kaffe wieder hoch gekommen vor Gelächter!! Da stand, ich zitiere: "Geben Sie bitte endgültig Ihre Zurückhaltung auf; beenden Sie Ihre schon als asketisch zu bezeichnende Lebensweise." Nun habe ich es schwarz auf weiß, dass ich asketisch lebe. Wie schön. Und es passt ja auch echt nett ... momentan bin ich wirklich ausserordentlich asketisch, zumindest was die Arbeit anbelangt. Ich verputze meinen Gebetsraum neu mit einem tollen Sumpfkalkfeinputz von HAGA (Huch, Schleichwerbung)
Dieses Calkosit ist super. Ich sehe zwar hinterher immer ein wenig aus wie, nun ja, als wäre ich eben kurz dadurch gerobbt, aber die Wände sind klasse geworden. Und es macht eine tolle Raumatmospäre.
Ansonsten geht alles seinen Gang, nur der Garten kommt dabei ins Hintertreffen. Zwergziegenmäßig hat sich noch nichts getan. Alice lässt sich mit der Geburt Zeit. Ich hoffe und warte ...
Allen einen schönen Mai und
Pax et Bonum
Maria Anna

ach ja, schaut mal bei den Links. Da steht ein neuer: www.arcanime.de . Das lohnt sich! Arca Animae macht auf wunderbare und sehr leckere Dinge aufmerksam, die dort auch in Fülle angeboten werden!! Kein Shop, keine Angst, sondern ein tolles Gesamtkonzept.
:-)


15.04.2012:

Weißer Sonntag?

Manche, bei denen dieser Tag heute eine ganz besondere Bedeutung hat, feiern kräftig. Heute ist der sogenannte Weiße Sonntag. Es ist der 2. Sonntag nach Ostern und er schließt die Osterwoche, die Osteroktav ab. Ursprünglich bedeutete das weiß im Namen, dass an diesem Tag die Täuflinge (meist Erwachsene), die in der Osternacht getauft worden waren und bis jetzt das weiße Taufkleid getragen hatten, dieses weiße Taufkleid ablegten und wieder normale Kleidung trugen. Über die Jahrhunderte hat sich dieses Wissen leider verflüchtigt. Heute meinen viele, weil die kleinen Mädchen bei ihrer Erstkommunion so eine Art Brautkleid (weiß!) tragen, hieße der Tag Weißer Sonntag. Schade, dass so eine Äußerlichkeit dazu geführt hat, dass der eigentliche Sinn der Feier der ersten Heiligen Kommunion so verschleiert wird. Wenn ich manche dieser Mädchen sehe, mit teurem Kleid, passendem Handtäschchen, Handschuhen, hochhackigen Pumps und dazu sind viele auch noch geschminkt wie Heide Klum (oder wie heißt diese Model-Managerin??) - was wird da auf diese Kinder projeziert? Sehen die so aus wie Mama (oder die Freundin von Papa) nochmal aussehen möchte?

Mich macht das manchmal traurig und da hilft es auch nicht, dass man / ich über die Werte jammere, die sich inzwischen komplett verflüchtigt zu haben scheinen.  

Manchmal ist das in einer Gemeinde ein echter Konflikt: Lasse ich den Eltern diesen Willen und gehe sozusagen bewusst das Risiko ein, dass von der Erstkommunion nur die Begeisterung über das tolle Kleid / den schicken Anzug übrigbleibt? Oder riskiere ich den Krach, versuche dabei den Kindern die Sensibilität zu eröffnen für das große Geheimnis, dass sie in der Eucharistie etwas anderes geschenkt bekommen als das Frühstücksbrötchen?

Manchmal sitzt man da zwischen zwei Stühlen.

Bzw. fällt in der Mitte durch und sitzt dann belämmert auf dem Boden.

Ich hätte gern eine Lösung, aber ... so ein Konflikt braucht Zeit. Die nächsten Tage werde ich mal eine Lösung vorschlagen, die aber auch nur ein Versuch ist aus meiner Position (kinderlos und in der Lage, unbegrenzt phantasievoll über alle Themen reden und schreiben zu können)

Bis dahin eine gesegnete Zeit und!! Frohe Ostern. Denn wir Christen feiern dieses große Fest ja volle fünzig Tage bis Pfingsten!

;-)

Pax et Bonum

Maria Anna

 

 

 



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